Der Gewinner der Wahl darf sich zwischen erster Aufschlag bzw. erster Rückschlag
oder Spielbeginn auf dieser Seite bzw. Spielbeginn auf der anderen Seite
entscheiden . Der Verlierer der Wahl kann sich dann für eine, der nicht vom
Gewinner ausgewählten Möglichkeit, entscheiden.
Zählweise
Im Badminton wird über zwei Gewinnsätze (Best of Three) gespielt. Bei den neuen
Regeln ist es jedoch so, dass in allen Disziplinen je Satz bis 21 Punkte
gespielt wird. Dabei zählt jeder Punkt (Ralley-Point-Zählweise).
Darüberhinaus kann ein Satz nur mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen werden bzw.
beim Erreichen des 30. Punktes.
Der Spieler der einen Satz gewinnt, hat nach dem Seitenwechsel das
Aufschlagrecht.
Der Aufschlag muss bei einer eigenen geraden Punktzahl von rechts ausgeführt
werden, bei einer ungeraden Punktzahl von links. Der Aufschlag wird im Badminton
von unten und in die diagonal liegende Feldhälfte ausgeführt. Das Aufschlagrecht
wechselt bei einem Fehler des Aufschlagenden.
Im Doppel besitzt jedes Team ein Aufschlagrecht. Das Aufschlagrecht wechselt zum
gegnerischen Doppel, sobald der erste Fehler erfolgt ist (Ralley-Point-System).
Bei jedem Wechsel des Aufschlagrechts führt bei einer eigenen geraden Punktzahl
der Spieler auf der rechten Seite den Aufschlag aus. Bei einer ungeraden
Punktzahl schlägt der Spieler der linken Seite auf. Bei Punktgewinn bei eigenem
Aufschlag wird von rechts nach links (bzw. umgekehrt) gewechselt.
Sollte ein entscheidender dritter Satz benötigt werden, so werden die Seiten
gewechselt so bald der erste Spieler (das erste Doppel) einen Punktestand von 11
erreicht.
badminton-technik.de wünscht viel Spaß mit den neuen Regeln!
Badmintonball
Das Spielgerät beim Badminton wird als Badmintonball, Federball oder Shuttle
bezeichnet. In Wettkampfspielen wird in der Regel mit Naturfederbällen gespielt
(auf die ebenso erhältlichen Kunststoffbälle soll erst später eingegangen
werden).
Bestandteile eines Naturfederballs sind der Kopf aus Kork, in den von Hand 16
Gänse- bzw. Entenfedern eingebracht werden, die dann zur Stabilisierung
miteinander verschnürt werden. Hergestellt werden die ca. 5g schweren Bälle
zumeist in Asien.
Ein solcher Badmintonball zeichnet sich durch seine besonderen Flugeigenschaften
aus. Bereits kurz nach dem Schlag dreht sich der Ball durch den schweren
Korkkopf und wird gleichzeitig durch die besondere Anordnung der Federn in eine
Rotation um die Längsachse versetzt. Spitzenspielern ist es möglich den Ball zu
Beginn der Flugbahn auf eine Geschwindigkeit von über 300 km/h zu beschleunigen.
Auf Grund der Fertigung von Hand und der Naturmaterialien können im Allgemeinen
die Geschwindigkeit und Flugeigenschaft der einzelnen Bälle variieren. Daher
werden Badmintonbälle in unterschiedlichen Geschwindigkeiten angeboten (gängig
sind von langsam nach schnell: 75,76,77,78). Zusätzlich wird vor jedem Spiel
eine ausreichende Anzahl an Bällen durch das so genannte Durchschlagen auf ihre
Geschwindigkeit überprüft. Es handelt sich dabei um einen lockeren
Unterhandschlag von der Grundlinie aus. Landet der Ball dabei in einem Bereich
von 53-99 cm vor der gegenüberliegenden Grundlinie so ist die Geschwindigkeit in
Ordnung. Ist dies nicht der Fall, so besteht die Möglichkeit durch Knicken der
Federspitzen nach innen oder außen die Ballgeschwindigkeit zu beeinflussen.
Neben den Naturfederbällen haben sich teilweise im Hobby- und Schülerbereich
Kunststoffbälle durchgesetzt. Sie überzeugen durch eine wesentlich längere
Haltbarkeit. Leider ist es bis heute noch nicht möglich, mit einem künstlichen
Ball die hervorragenden Flugeigenschaften eines Naturfederballes zu erreichen.